Steuerreform USA

USA
Steuerreform zeigt erste Erfolge

Die US-Wirtschaft bleibt in Schwung. Die Steuerreform kommt an und könnte die Bewertungen der Aktien weiter antreiben.

252 Milliarden US-Dollar sind kein Pappenstiel. Sie entsprechen mehr als drei Viertel der jährlichen Ausgaben im bundesdeutschen Staatshaushalt. Oder aber der Summe, die Apple (WKN 865985) bisher im Ausland geparkt hat. Jetzt will der an der Börse höchstbewertete Konzern der Welt sein Kapital in die USA zurückführen. Donald Trumps Steuerreform macht es möglich. 38 Milliarden US-Dollar wird Apple voraussichtlich an Steuern für seine Auslandsreserven zahlen, gut 15 % der angesparten Summe.

America first: In der Steuerpolitik macht das Sinn. Trumps Steuerreform wird von Analysten und Aktionären als erster großer Erfolg seiner Amtszeit gewertet. Sie stärkt den Unternehmensstandort USA. Denn auch andere Tech-Konzerne wie Alphabet (WKN A14Y6F) oder Microsoft (WKN 870747) haben hohe Reserven im Ausland und dürften als Steuerrückkehrer das Staatssäckel füllen. Der Steuerimpuls könnte den US-Tech-Firmen neuen Schwung bringen. „In diesem Jahr könnten die Unternehmen ihre Gewinne erneut um etwa 15 % steigern“, erklärt Ulrich Stephan, Chef-Anlagestratege der Deutschen Bank. „Das rechtfertigt auch die aktuellen Bewertungen im Tech-Sektor.“

Traditionsbranchen profitieren

Zuletzt präsentierten sich traditionelle Sektoren wie Energie, zyklischer Konsum und Industrie stärker. Denn abgesehen von den Rückkehranreizen wird der Rückenwind für die Gewinne durch die Steuerreform noch größer ausfallen, wenn die Ertragsteuern von 35 % auf 20 % sinken. Gute Arbeitsmarktdaten, eine geringe Inflation und ein stark wachsender Einzelhandel stützen die Börsen seit Langem. Die Steuererleichterungen könnten an den US-Börsen für Stabilität sorgen. „Die Bewertungen von US-Aktien sind im historischen Vergleich zwar hoch“, erklärt Andrew Wilson, Manager bei Goldman Sachs Asset Management, doch gegenüber anderen Anlagen wie Rentenpapieren seien sie weiterhin überdurchschnittlich attraktiv.

Banken schreiben Verluste ab

Die US-Steuerreform bringt nicht nur den Unternehmen, sondern auch den Verbrauchern einiges. Sie verspricht den Bürgern rund 120 Milliarden US-Dollar mehr verfügbares Einkommen, Lohnerhöhungen sind zudem in Sicht. Zu den Profiteuren dürften die US-Autobauer gehören, bei deren Gewinnen Analysten für 2018 ein zweistelliges Plus erwarten. Kurzfristig gelitten haben dagegen die Bilanzen der Banken. Bei ihnen mindert die Reform die steuersenkende Wirkung von Verlustvorträgen, die teilweise noch aus der Zeit der Subprime-Krise stammen. Die Bankhäuser haben bereits reagiert und die Verluste schon im Schlussquartal abgeschrieben. So halbierte sich bei der Bank of America (WKN 858388) der Quartalsgewinn, bei Goldman Sachs (WKN 920332) fiel gar ein Milliardenminus an. Die Aktionäre blieben dennoch ruhig – denn die einmaligen Abschreibungen bereinigen die Bilanz, und künftig werden die Banken wie andere Branchen von der Steuerreform profitieren.

Langfristig investieren

Auch wenn nach dem langen Aufwärtstrend an den US-Börsen zwischenzeitliche Rückschläge nicht auszuschließen sind: Aktuell sind Investoren für US-Aktien wieder optimistischer als vor einigen Monaten. Zudem gehören wegen des hohen Gewichts der US-Börsen im MSCI World US-Werte in ein international diversifiziertes Depot. Neben Einzelwerten können Anleger auch auf Pool-Lösungen setzen. Als Top-Preis ETFs sind bei comdirect im Sparplan zum Beispiel der DB X-Trackers S&P 500 UCITS ETF (WKN A113FP) und der Lyxor UCITS ETF NASDAQ-100 (WKN 541523) ohne Ordergebühr erhältlich. Unter den Top-Preis Fonds von comdirect, die ohne Ausgabeaufschlag geordert werden können, setzen der Robeco US Premium Equities (WKN A0F61P) und der Bernstein American Growth (WKN 986838) auf den amerikanischen Aktienmarkt.

Aktien und Fonds unterliegen Kursschwankungen; damit sind Kursverluste möglich. Bei Wertpapieren, die nicht in Euro notieren, sind zudem Währungsverluste möglich. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die zukünftige Wertentwicklung. Allein verbindliche Grundlage des Kaufs eines Fonds sind die derzeit gültigen Verkaufsunterlagen des Fonds/ETFs („Wesentliche Anlegerinformationen“, Verkaufsprospekt sowie Jahres- und Halbjahresberichte, soweit veröffentlicht). Diese Unterlagen, die in englischer und/oder deutscher Sprache vorliegen, erhalten Sie auf der Wertpapier-Detailseite unter www.comdirect.de oder direkt beim Emittenten. Die Beschreibung der Wertpapiere stellt keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung dar. Stand: 21.02.2018. Quelle: comdirect.de.