Schweiz
Starker Euro hilft

Die Schweizer Unternehmen freuen sich über den etwas schwächeren Franken. Die Gewinne steigen wieder deutlich.

Die Schweizer Wirtschaft läuft gut. Nach Schätzungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) legt das Bruttoinlandsprodukt im laufenden Jahr um 1,4 %, im kommenden Jahr sogar um 1,6 % zu. Der Grund: Nach den Problemen in den vergangenen Jahren, bei denen den Konzernen der extrem feste Schweizer Franken einen dicken Strich durch die Gewinnrechnung machte, hat der Euro zum Franken merklich bis auf 1,15 Franken pro Euro aufgeholt – auch dank des Wahlausgangs in Frankreich, der ein stabileres Euroland erwarten lässt.

Steigende Gewinne

Schon können speziell die großen Konzerne der Schweiz, die international höchstes Ansehen genießen, wieder dickere Gewinne einfahren. „Dies gilt insbesondere für die drei wichtigsten Global Player des Landes – die langfristig aussichtsreichen Nestlé (WKN A0Q4DC), Roche (WKN 855167) und Novartis (WKN 904278)“, sagt Sven Gundermann, Geschäftsführender Gesellschafter der Taunus Investments GmbH aus Bad Homburg. „Aber auch Branchen wie der Tourismus oder die Uhrenindustrie profitieren jetzt von den veränderten Wechselkursen und stabilisieren damit den Aufschwung.“

Die Länder der EU sind weiterhin der wichtigste Wirtschaftspartner, sie nehmen mehr als die Hälfte aller Exporte ab. Einen klaren Vorteil für die Schweiz sieht Gundermann in der enormen wirtschaftlichen und politischen Stabilität: „Dies machte es dem kleinen Land möglich, eine relativ hohe Zahl an Weltmarktführern hervorzubringen.“ Wer auf die großen Adressen setzen möchte, kann in einen ETF investieren. Der DB X-Trackers SMI Ucits ETF (DR) 1D (ETF DBX1SM) bildet den bekannten Swiss Market Index (SMI) ab, der aus 20 Werten besteht.

Sechs Unternehmen dominieren den Markt

Der ComStage DJ Switzerland Titans 30-Index (WKN ETF030) ist mit 30 Werten breiter aufgestellt. Das Maximalgewicht eines Einzelwerts wird bei jeder Indexüberprüfung auf 10 % begrenzt. „Somit können Klumpenrisiken reduziert werden“, erklärt Gundermann. „Allerdings machen die großen sechs Werte Novartis, Nestlé, Roche, UBS (WKN A12DFH), ABB (WKN 919730) und Richemont (WKN A1W5CV) zusammen immer noch rund 50 % des Index aus und bestimmen damit den Trend maßgeblich.“

Bei aktiv verwalteten Fonds wie dem Allianz Fonds Schweiz - A CHF DIS (WKN 979751), dem Schroder ISF Swiss Equity Opp. - A CHF ACC (WKN A0F68T) oder DWS Schweiz (WKN DWS1VC) können die Fondsmanager auch ausgewählte kleinere und mittelgroße Gesellschaften mit guten Wachstumsperspektiven beimischen. DWS-Fondsmanager Ralf Rybarczyk etwa vertraut bei den Bluechips zwar ebenfalls auf die bekannten Werte. Allerdings bringen es die „Großen Sechs“ hier nur auf ein Gewicht von knapp 42 %.

Aktien und Investmentfonds unterliegen Kursschwankungen, und damit sind Kursverluste möglich. Bei Werten außerhalb des Euro-Raumes beeinflussen Währungsschwankungen die Performance. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die zukünftige Wertentwicklung. Allein verbindliche Grundlage des Kaufs eines Fonds/ETF sind die derzeit gültigen Verkaufsunterlagen des Fonds („Wesentliche Anlegerinformationen“, Verkaufsprospekt sowie Jahres- und Halbjahresberichte, soweit veröffentlicht). Diese Unterlagen, die in englischer und/oder deutscher Sprache vorliegen, erhalten Sie auf der Wertpapier-Detailseite unter www.comdirect.de oder direkt beim Emittenten. Die Beschreibung der Wertpapiere stellt keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung von comdirect dar. Stand: 18.10.2017; Quelle: comdirect.de