Nachhaltige Rendite

Nachhaltige Rendite
20 globale Champions

Ein neuer Index bündelt die weltweit nachhaltigsten Unternehmen. Aus Deutschland ist Münchener Rück dabei.

Klimaschutz und Nachhaltigkeit war ein Kernthema beim jüngsten G20-Gipfel in Hamburg. Und anders als der amerikanische Präsident sehen viele Unternehmen nachhaltiges Wirtschaften schon lange nicht mehr nur als zusätzlichen Kostenblock – sondern auch als Wettbewerbsvorteil. Zu Recht. Schon 2015 zeigte eine Meta-Studie der Universität Hamburg, dass verantwortungsvoll agierende Firmen finanziell erfolgreicher und als Investmentziele vielfach attraktiver sind. Diese Erkenntnis spiegelt sich im gerade konzipierten Solactive Global Sustainability Leaders Performance-Index wider. An seiner Wertentwicklung können Anleger mit einem Open-End-Partizipations-Zertifikat von Vontobel (WKN VL14GS) teilhaben.

Ausgefeilter Auswahlprozess

Das Anlageuniversum für die Sustainability Leaders umfasst ca. 4.200 Aktien von groß- und mittelkapitalisierten Unternehmen aus den Industrieländern. Sie durchlaufen einen mehrstufigen Selektionsprozess, bis schließlich 20 „Leader“ übrig bleiben. Dabei vergibt Sustainalytics, einer der weltweit führenden unabhängigen Anbieter von Nachhaltigkeitsresearch, zunächst für jede Firma einen sogenannten „ESG-Score“. ESG ist die englische Abkürzung für „Environment, Social, Governance“ (Umwelt, Soziales und Unternehmensführung). Das sind die drei zentralen Faktoren bei der Messung der Nachhaltigkeit und der ethischen Auswirkungen einer Investition.

Aus jeder Branche werden dann die 10 % Unternehmen herausgefiltert, die den höchsten ESG-Score aufweisen („Best in Class“-Ansatz). Anschließend werden sie auf die Einhaltung der zehn UNO-Global-Compact-Grundsätze hin überprüft. So sollen sie etwa den Schutz der internationalen Menschenrechte achten und unterstützen, alle Formen der Zwangsarbeit ausschließen und an der Abschaffung der Kinderarbeit mitwirken sowie gegen alle Arten der Korruption eintreten. Zudem darf kein einziges von 41 vorgegebenen Ausschlusskriterien (z. B. Militärgeschäft, Tierversuche, Kernenergie, Betrieb von Glücksspielen usw.) greifen. Aus den verbleibenden Gesellschaften werden dann schließlich die 20 Titel mit dem höchsten ESG-Score ausgewählt (maximal zwei pro Sektor) und gleich gewichtet in den Index aufgenommen. Indexanpassungen erfolgen halbjährlich, bei Ausschüttungen werden die Nettodividenden in den Index reinvestiert.

Münchener Rück ganz vorne mit dabei

Als einziges deutsches Unternehmen hat bei der Auflage die Münchener Rück (WKN 843002) den Sprung in den neuen Nachhaltigkeitsindex geschafft. Aus dem Euro STOXX 50 glänzen der französische Versicherungskonzern AXA (WKN 855705), die niederländische Bankengruppe ING Groep (WKN A2ANV3) und die finnische Nokia (WKN 870737) mit besonders hohen Nachhaltigkeitsstandards. In den gesamten Index können Anleger in das Open-End-Zertifikat (WKN VL14GS) investieren. Der erste Börsentag war der 12. Juli, die jährliche Management Fee beträgt 1,2 %.

Aktien und Partizipations-Zertifikate unterliegen Kursschwankungen. Damit sind Kursverluste bis hin zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals möglich. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die zukünftige Wertentwicklung. Bei Partizipations-Zertifikaten besteht als Schuldverschreibung zudem ein Emittentenrisiko. Bei Zahlungsunfähigkeit des Emittenten können Verluste bis hin zum Totalverlust eintreten. Die Beschreibung der Wertpapiere stellt keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung dar. Stand: 18.10.2017, Quelle: comdirect.de.