Emerging Markets: Weiter auf Wachstumskurs

Emerging Markets
Schwellenländer holen auf

Die Schwellenländer präsentieren sich 2018 in guter Verfassung – sogar Brasilien und Russland.

Die Weltwirtschaft läuft zu Jahresbeginn 2018 auf vollen Touren – in den Industrieländern, vor allem aber in den Emerging Markets. Der Internationale Währungsfonds prognostiziert für die Schwellenländer aktuell ein Wirtschaftswachstum 2018 von 4,8 %, mehr als doppelt so viel wie in den Industrienationen. Schwellenländer profitieren von der weltweit anziehenden Güternachfrage und von steigenden Preisen bei Industriemetallen und Rohöl. Öl kostet mit fast 65 US-Dollar pro Barrel aktuell so viel wie seit rund drei Jahren nicht mehr. Rund 80 Milliarden Dollar sind 2017 neu in Kapitalanlagen in Emerging Markets geflossen, der Großteil in Aktien. Das machte sich bezahlt: „Anlagen mit Fokus auf den Schwellenländern haben seit Anfang 2016 andere bedeutende Indizes deutlich übertroffen“, erklärt Ross Teverson, Head of Strategy, Emerging Markets bei der Fondsgesellschaft Jupiter. „Trotz des starken Ertragswachstums sind die Bewertungen nach wie vor attraktiver als in den Industrieländern und ermöglichen mittel- bis langfristig starke positive Renditen.“

Auf China kommt es an

Kurzfristig hängt der Trend vor allem von einem Land ab: „Der Schlüssel für einen weiter anhaltenden Aufschwung liegt in China“, erklärt Angelika Millendorfer, Leiterin des Emerging Markets Teams bei der Wiener Fondsgesellschaft Raiffeisen Capital. China setzt seine Konsolidierungspolitik mit einer straffen Geldpolitik, schärferer Regulierung und Anti-Korruptionsmaßnahmen fort. Trotz der damit verbundenen Bremseffekte sind die aktuellen Wirtschaftsdaten gut. Die Einkaufsmanagerindikatoren konnten zuletzt ihre hohen Niveaus behaupten. Im Service-Sektor erreichte das Caixin-Barometer mit fast 54 Punkten sogar ein Dreijahreshoch. Zudem blieben 2017 die Immobilienpreise nahezu konstant, sodass Eingriffe der Regierung am Immobilienmarkt abnehmen dürften. „Insgesamt stehen die Chancen gut, dass die chinesische Regierung auch 2018 ihr Wachstumsziel von rund 6,5 % erreichen wird“, resümiert Harald Preißler, Chefvolkswirt des Vermögensverwalters Bantleon.

Nachzügler holen auf

Auch in Indien ist der Abwärtstrend aus dem ersten Halbjahr 2017 gebrochen. Zudem ist das Land dank zahlreicher Reformen der Regierung Modi in der jüngsten Weltbank-Rangliste der „wirtschaftsfreundlichsten Staaten“ um 30 Plätze nach oben gerückt, und die Ratingagentur Moody’s stufte Indiens Bonität um eine Stufe herauf auf Baa2. Der gestiegene Ölpreis hat rohstoffreichen Schwellenländern wieder auf die Füße geholfen. Für Brasilien erwarten einige Analysten trotz des andauernden politischen Durcheinanders 2018 ein Wachstum von 3 %. Auch Russland profitiert von steigenden internationalen Öl- und Metallpreisen. Außerdem fiel die Inflationsrate zuletzt auf 2,5 % – einen solch niedrigen Wert hat es seit Sowjetzeiten nicht mehr gegeben. Und schließlich hat das mitteleuropäische Konvergenztrio Polen, Ungarn und Tschechien in die Wachstumsspur zurückgefunden. Im dritten Quartal 2017 legte die Wirtschaft in allen drei Staaten kräftig zu, in Tschechien sogar mit einem Plus von 5 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Breite Anlagemöglichkeiten

Von einem anhaltenden Schwung der Emerging Markets können Anleger mit Top-Preis ETFs profitieren, die bei comdirect im Sparplan ohne Orderentgelt erhältlich sind. Für eine Investition in die wichtigsten Schwellenländer bietet sich zum Beispiel der Lyxor ETF MSCI Emerging Markets (WKN LYX0BX) an. Auf einzelne Kontinente können Anleger mit dem DB X-Trackers MSCI EM LATAM Index UCITS ETF - 1C USD ACC (WKN DBX1ML) oder dem LYXOR MSCI AC Asia ex Japan - C EUR ACC (WKN LYX0DM) setzen. Eine gezielte Investition in China ermöglicht etwa der DB X-Trackers MSCI China Index UCITS ETF - 1C USD ACC (WKN DBX0G2). Aktives Management ohne Ausgabeaufschlag bieten die Top-Preis Fonds Vontobel Fund – Emerging Markets Equity A-USD (WKN 972721) und der Fünf-Sterne-Fonds Magellan C (WKN 577954) der Pariser Fondsboutique Comgest.

Aktien, ETF und Fonds unterliegen Kursschwankungen; damit sind Kursverluste möglich. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die zukünftige Wertentwicklung. Bei Anlagen außerhalb des Euro-Raumes bestehen Währungsrisiken. Allein verbindliche Grundlage des Kaufs eines Fonds sind die derzeit gültigen Verkaufsunterlagen des Fonds („Wesentliche Anlegerinformationen“, Verkaufsprospekt sowie Jahres- und Halbjahresberichte, soweit veröffentlicht). Diese Unterlagen, die in englischer und/oder deutscher Sprache vorliegen, erhalten Sie auf der Wertpapier-Detailseite unter www.comdirect.de oder direkt beim Emittenten. Die Beschreibung der Wertpapiere stellt keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung dar. Stand: 21.02.2018; Quelle: comdirect.de