Titelgeschichte Chancen 2018

Durchblick
Chancen 2018

3,7 %

Wachstum prognostiziert der Internationale Währungsfonds (IWF) der Weltwirtschaft für dieses Jahr – eine Rezession ist nicht in Sicht. Exportweltmeister Deutschland dürfte profitieren.

Geld auf dem Sparbuch bringt keine Zinsen mehr. Welche Geldanlagen versprechen im neuen Jahr aber Rendite? compass hat renommierte Experten dazu befragt. Auf welche Anlagemärkte und Anlageprodukte die Profis jetzt setzen.

Annus horriblis – welch ein Jahr! In den USA sorgte Präsident Donald Trump für so manches Beben: Ausstieg aus der Unesco und dem Pariser Klimaabkommen, fehlende Mehrheiten für seine wichtigsten Reformvorhaben, wechselndes Personal in wichtigen Ämtern – und Kriegsdrohungen Richtung Nordkorea. Ruhe sieht anders aus. In Europa standen parallel wichtige Wahlen an. Anders als befürchtet haben sich Euro-Gegner zwar weder in Frankreich noch in den Niederlanden durchsetzen können, doch die ehemals großen Volksparteien mussten Federn lassen und die Mehrheitsbildung ist schwieriger geworden – auch in Deutschland. In Spanien kämpfen katalonische Separatisten für die Unabhängigkeit von Spanien, in Tschechien gewinnt gar ein rechtspopulistischer Milliardär. Unruhe und Unsicherheit also, wohin das Auge blickt.

Die Börsen allerdings hat das alles nicht berührt. Munter und unbeeindruckt vom Weltgeschehen zuckelten die wichtigsten Märkte von einem Hoch zum nächsten. Ob das so bleibt? compass hat Finanzprofis nach ihrer Einschätzung gefragt und erklärt, wo sie 2018 gute Chancen für Anleger sehen. Und auf welche Risikosignale sie achten.

Zugegeben: Beim Blick auf die Börsen konnte einem zuletzt schon ein wenig schwindelig werden. Hinzu kommt: Der Wachstumszyklus in den USA hat mit neun Jahren schon ein nahezu biblisches Alter erreicht, sodass die Sorge vor einer Korrektur wächst. „Zeit und Ausmaß waren noch nie ein Kriterium für das Ende eines Bullenmarktes“, sagt Thomas Grüner, Gründer und Chief Investment Officer der Vermögensverwaltung Grüner Fisher Investments. Ein Keulenschlag wie die Finanzkrise 2008 oder eine totale Euphorie, in deren Folge sich die Kurse – wie zur Jahrtausendwende – sehr weit von der Realwirtschaft entfernten, könne eine Wende bringen. „Für beides gibt es aktuell aber keine Anhaltspunkte.“ Der Anlageprofi empfiehlt Anlegern, alle denkbaren Risiken in einer „Sorgen-Checkliste“ zusammenzufassen. „Risiken, die sehr breit diskutiert werden, sind in der Regel bereits eingepreist. Viele Sorgen stellen sich dadurch als unberechtigt heraus.“

Beste aller Welten?

„Die Gesamtlage ist weitaus besser, als sie wahrgenommen wird“, sagt Michael Reuss, geschäftsführender Gesellschafter der Münchner Vermögensverwaltung Huber, Reuss & Kollegen. Expansive Geldpolitik, gute Konjunkturdaten bei niedrigem Zins und geringe Inflation – „Unternehmen leben in der besten aller Welten“, so Reuss. Zwar wird längst über die Zinswende spekuliert; selbst Boulevardblätter warnen vor den Folgen für Anleger. Aber Ökonomen wie Dr. Bert Flossbach, Vorstand der Flossbach von Storch AG und Manager des flexiblen Mischfonds Multiple Opportunities (WKN A0M430), können das nicht nachvollziehen. „Eine Zinswende, die den Namen verdient, werden wir in den kommenden Jahren nicht sehen.“

Anlegern dürfte sich deshalb für 2018 ein ähnliches Szenario bieten wie in den Jahren zuvor. „Sachwerte wie Aktien oder Gold bleiben erste Wahl“, so Flossbach. Denn weiterhin gilt: Wer sein Geld unverzinst auf dem Sparkonto liegen lässt, muss zusehen, wie die Kaufkraft schwindet. Nach Inflation sind reale Verluste fast unvermeidlich.

Chancen 2018: Europa
© David Ramos/Getty Images

Neue Favoriten

Europa first – der alte Kontinent bietet nach Einschätzung von Investmentprofis gute Chancen. Die deutsche Wirtschaft ist in Top-Form, und auch die europäischen Nachbarstaaten sind wieder auf Wachstumskurs.

Europa vor den USA

Aktien bleiben Trumpf, aber die Prioritäten haben sich geändert. Unternehmen in den USA sind höher bewertet als in den meisten Teilen der Welt, der Konjunkturzyklus ist weiter fortgeschritten, und dazu sorgt ein erratisch agierender Präsident für Unsicherheit. Zwar hat Trump die Steuerreform durch den Kongress gebracht, was die Unternehmen zukünftig deutlich entlastet. Auch  kommt kein Anleger an US-amerikanischen Werten vorbei, denn sie machen rund 60 % der Marktkapitalisierung im MSCI World Index aus. Gerade im angesagten und weiterhin aussichtsreichen Hightech-Sektor sind die großen US-Namen weitgehend konkurrenzlos. Aber als komplette Anlageregion könnten die USA 2018 ins Hintertreffen geraten.

In und für Europa ist die Stimmung optimistischer. Noch vor der Wahl von Emmanuel Macron im Mai machten sich Experten und Anleger große Sorgen um den alten Kontinent. Nicht unbedingt um Deutschland, denn hierzulande sind die Wachstumsraten schon seit Langem positiv. Inzwischen herrscht annähernd Vollbeschäftigung, die Staatskassen verzeichnen Überschuss, die Unternehmensgewinne steigen in diesem Jahr zweistellig. „Die deutsche Wirtschaft läuft sehr gut, und die Börsenampeln stehen weiter auf Grün“, sagt Tim Albrecht, der für die Deutsche Asset Management den DWS Deutschland (WKN 849096) und den DWS Aktien Strategie Deutschland (WKN 976986) managt. „Der DAX könnte sich im kommenden Jahr im Bereich 14.000 bis 15.000 Punkte bewegen.“

Aber auch in anderen Ländern Europas ist der Aufschwung angekommen. Frankreich, Spanien, selbst Italien und Griechenland wachsen wieder. Das von der Europäischen Kommission gemessene Wirtschaftsvertrauen ist auf dem höchsten Stand seit 16 Jahren, auch das von der GfK gemessene Konsumklima hat zuletzt ein Neun-Jahres-Hoch erreicht. Ein Plus beim Wachstum von 2,4 % beziehungsweise 2,1 % halten Analysten in diesem und dem kommenden Jahr für möglich. „Die Kreditvergabe steigt, die Arbeitslosigkeit sinkt, und die Gewinne der Unternehmen ziehen nach oben“, sagt Reuss. „Europa wird sich nicht von den USA abkoppeln können, aber in der Summe finden wir Europa aktuell attraktiver.“

„Europa hat qualitativ extrem hochwertige Unternehmen“, sagt Franz Weis, Manager des Comgest Growth Europe (WKN A0JC8V), der einer strengen Einzeltitelauswahl folgt. Die spanische Inditex, die spanische Amadeus IT sowie der französische Gesundheitsdienstleister Essilor sind aktuell die Top-Positionen im Fonds.

Neuer Schwung

Ob Brexit oder rechtspopulistische Wahlerfolge – die europäischen Krisenherde trüben den Ausblick nicht. Wichtiger war die Wahl von Emmanuel Macron in Frankreich. Sie hat die Hoffnung auf ein weiteres Zusammenwachsen Europas genährt. Die Wirtschaft jedenfalls präsentiert sich in guter Verfassung – nicht nur in Deutschland. Anleger finden sowohl unter den Bluechips als auch unter Small und Mid Caps trotz recht hoher Bewertungen immer noch interessante Werte. Per Fonds oder ETF werden die Risiken gestreut.

NameKategorieWKN
Henderson Horizon – Euroland FundFonds Large Caps989226
DWS-Merkur-Fonds 1 - EUR ACCFonds Large Caps849337
Bellevue Funds BB Entrepreneur EuropeFonds Small/Mid C.A1JG2H
Metzler European Small and Micro CapFonds Small/Mid C.A1JCJW
Mainfirst Germany FundAktien DeutschlandA0RAJN

Neuer Schwung

Ob Brexit oder rechtspopulistische Wahlerfolge – die europäischen Krisenherde trüben den Ausblick nicht. Wichtiger war die Wahl von Emmanuel Macron in Frankreich. Sie hat die Hoffnung auf ein weiteres Zusammenwachsen Europas genährt. Die Wirtschaft jedenfalls präsentiert sich in guter Verfassung – nicht nur in Deutschland. Anleger finden sowohl unter den Bluechips als auch unter Small und Mid Caps trotz recht hoher Bewertungen immer noch interessante Werte. Per Fonds oder ETF werden die Risiken gestreut.

NameKategorieWKN
Amundi ETF STOXX Europe 600ETF Large CapsA0X9R1
ComStage MSCI Europe Large CapETF Large CapsETF124
db x-trackers MSCI Europe Small CapETF Small CapsDBX1AU
ComStage MSCI Europe Small CapETF Small CapsETF126
ComStage 1 DivDAX UCITS ETFETF Dividende DETF903
Auswahl Fonds: Aktien Europa, Large Caps/Small und Mid Caps sowie Aktien Deutschland mit mindestens vier Morningstar-Sternen; ETFs: Europa Large Caps/ Small und Mid Caps, Deutschland. Aktienfonds und ETFs unterliegen Kursschwankungen; damit sind Kursverluste möglich. Bei Wertpapieren, die in ausländischer Währung notieren, bestehen zudem Währungsrisiken. Die Beschreibung der Wertpapiere stellt keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung dar. Allein verbindliche Grundlage des Kaufes eines Fonds oder ETF-Indexfonds sind die derzeit gültigen Verkaufsunterlagen des Fonds („Wesentliche Anlegerinformationen“, Verkaufsprospekt sowie Jahres- und Halbjahresberichte, soweit veröffentlicht). Diese Unterlagen, die in deutscher und/oder englischer Sprache vorliegen, erhalten Sie auf der Wertpapier-Detailseite unter www.comdirect.de oder direkt beim Emittenten. Stand 17.01.2018; Quelle: comdirect.de
Chancen 2018: Asien
© Ivan Yang/Getty Images

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Millionen Chinesen surfen mobil – mehr als doppelt so viele wie in den USA. China ist digital auf der Überholspur und setzt auf heimische Marken. Knapp 20 % der verkauften Smartphones kommen von Huawai. Wechat, das chinesische Pendant zu Whatsapp aus dem Hause Tencent, hat fast eine Milliarde Nutzer.

Asien mit Potenzial

Chancen sehen Anlageprofis im kommenden Jahr auch in den Emerging Markets. 10 % Beimischung empfiehlt Thomas Grüner. Vor allem Rohstoffwerte zählen hier zu seinen Favoriten. „Überkapazitäten sind abgebaut worden, sodass die Preise wieder nach oben ziehen könnten.“ Internationale Rohstoffindizes, aber auch breit gestreute Investments in Asien und Südamerika dürften vom Nachholpotenzial profitieren und zudem für eine breite Diversifikation der Risiken sorgen.

Teera Chanpongsang, Manager des Fidelity Funds – Emerging Asia Fund (WKN A0NFGP), sieht vor allem in Asien großes Potenzial. Demografische Entwicklung und zunehmender Reichtum sprächen für ein nachhaltiges Wachstum. „In den weltweiten Portfolios aber ist die Region noch immer untergewichtet.“ Der asiatische Markt ist nach Umsatz jedoch heterogen. Chanpongsang rät Anlegern deshalb, genau zu selektieren. Der Tourismussektor gehört etwa in Thailand zu seinen Favoriten. In Südkorea oder Taiwan sieht er im Technologiesektor Chancen – ganz gleich, ob es nun schnellere Prozessoren oder Dualkameras in Smartphones sind. „Unternehmen wie Samsung oder Taiwan Semiconductors sind die Profiteure dieses Nachfragetrends.“

Technologie ist auch der Treiber in China. „In Unternehmensfeldern wie E-Commerce, Online-Bezahlsystemen oder Streaming-Diensten steckt enormes Potenzial – weit mehr als in einigen entwickelten Ländern“, ist der Fidelity-Manager überzeugt. Der chinesische Online-Handel etwa war nach Umsatz 2016 doppelt so stark wie der Online-Handel in den USA. Internetgrößen wie Tencent oder Alibaba profitieren von steigenden Werbeausgaben und einem Riesenmarkt vor der Haustür.

Pure Masse

Die Emerging Markets haben aufgeholt – insbesondere der Dienstleistungs- und Technologiesektor wächst. Investmentchancen sehen Anlageprofis dabei vor allem in Asien. In China etwa blühen E-Commerce, E-Mobilität und Telekommunikation. Anleger können mit Einzelwerten auf wichtige Player setzen oder aber breit streuen und die Aktienauswahl einem Fondsmanager überlassen. Passive ETFs dagegen bieten die Möglichkeit, umfassend in kompletten Märkten oder Branchen zu investieren.

NameKategorieWKN
Lemanik SICAV Asian OpportunityFonds Asien626644
Fidelity Funds Greater China FundFonds Asien973265
Invesco Pacific Equity FundFonds Asien972247
Vitruvius Asian Equity PortfolioFonds AsienA0X9WL
JP Morgan Funds Pacific EquityFonds Asien971609

Pure Masse

Die Emerging Markets haben aufgeholt – insbesondere der Dienstleistungs- und Technologiesektor wächst. Investmentchancen sehen Anlageprofis dabei vor allem in Asien. In China etwa blühen E-Commerce, E-Mobilität und Telekommunikation. Anleger können mit Einzelwerten auf wichtige Player setzen oder aber breit streuen und die Aktienauswahl einem Fondsmanager überlassen. Passive ETFs dagegen bieten die Möglichkeit, umfassend in kompletten Märkten oder Branchen zu investieren.

NameKategorieWKN
Amundi ETF MSCI Emerging AsiaETFA1H918
Lyxor MSCI AC Asia Ex JapanTop-Preis ETFLYX0DM
db x-trackers FTSE China 50ETFDBX1FX
AlibabaAktieA117ME
TencentAktieA1138D
Auswahl: Fonds Asien mit mindestens vier Morningstar-Sternen; ETFs Asien; Aktien: die größten Internetwerte Chinas. Aktien, Fonds und ETFs unterliegen Kursschwankungen; damit sind Kursverluste möglich. Bei Wertpapieren, die in ausländischer Währung notieren, bestehen zudem Währungsrisiken. Die Beschreibung der Wertpapiere stellt keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung dar. Allein verbindliche Grundlage des Kaufes eines Fonds oder ETF-Indexfonds sind die derzeit gültigen Verkaufsunterlagen des Fonds („Wesentliche Anlegerinformationen“, Verkaufsprospekt sowie Jahres- und Halbjahresberichte, soweit veröffentlicht). Diese Unterlagen, die in deutscher und/ oder englischer Sprache vorliegen, erhalten Sie auf der Wertpapier-Detailseite unter www.comdirect.de oder direkt beim Emittenten. Stand 17.01.2018; Quelle: comdirect.de
Chancen 2018: Hightech
© ZUMA Press/imago

Digitale Revolution

Alibaba und Tencent gehören inzwischen zu den fünf größten Internetwerten weltweit – hinter den US-Giganten Alphabet und Amazon und noch vor Facebook. „Plattformanbieter bieten für Investoren enorme Chancen“, ist Philipp Haas, Technologieanalyst bei der DJE Kapital AG, überzeugt. Anders als bei klassischen Industrieunternehmen entstehen durch den Verkauf zusätzlicher Produkte keine zusätzlichen Kosten – je mehr Nutzer, desto profitabler die Unternehmen. Ist eine Plattform einmal etabliert, muss der Anbieter aufgrund hoher Markteintrittsbarrieren zudem kaum Konkurrenten fürchten. Eine Lizenz zum Gelddrucken also – „das hat es bisher in dieser Form noch nie gegeben“, sagt Haas.

Die digitale Revolution verändert die Welt rasant – kein Wirtschaftszweig, der davon nicht betroffen sein wird. „Investoren sollten das auf dem Schirm haben“, sagt Experte Reuss. Um den Wandel frühzeitig zu verstehen und von ihm profitieren zu können, hat die Münchner Vermögensverwaltung eine eigene „Denkfabrik“ gegründet, in der sich Experten ausschließlich mit den zukünftigen Wachstumsfeldern beschäftigen: Industrie 4.0, autonomes Fahren und E-Mobilität, Cloud-Computing oder künstliche Intelligenz. „Anleger können vom Wachstum der Unternehmen profitieren, die in diesen Zukunftsfeldern gut positioniert sind“, ist Reuss überzeugt. Beispiel Infineon und Nvidia: Der DAX-Konzern liefert Chips für das autonome Fahren; der US-Anbieter entwickelt Grafikprozessoren, die auf Deep-Learning- Algorithmen basieren. „Beide Unternehmen sind nach klassischer Bewertung zwar teuer, aber aufgrund des hohen Umsatz und Gewinnwachstums kann ich die hohen Bewertungen akzeptieren“, sagt Reuss. Auch Amazon hat der Value-Anleger im Fokus. Das KGV liegt bei 160 – die Aktie kostet also mehr als das 160-Fache des Gewinnes. „Bei jedem Rückschlag ist Amazon ein Kauf“, so der Experte.

Welt im Wandel

Ob Industrie 4.0, E-Mobilität, Cloud-Computing oder künstliche Intelligenz – die massive Digitalisierung sorgt in allen Bereichen der Wirtschaft für Umwälzungen. Unternehmen, die gut positioniert sind und neue Geschäftsfelder entwickeln, dürften zu den Gewinnern gehören. Neben Alphabet, Amazon & Co. haben auch Unternehmen aus der zweiten Reihe gute Aussichten, das eingesetzte Kapital zu vermehren. Anleger können breit gestreut mit Themenzertifikaten, Technologiefonds oder ETFs profitieren.

NameKategorieWKN
Threadneedle Lux Global TechnologyTop-Preis FondsA1CU1W
Polar Capital Global TechnologyFondsA0RH8T
Fidelity Fund Global TechnologyFonds921800
Pictet RoboticsFondsA141RB
Allianz Global Artificial IntelligenceFondsA2DKAU

Welt im Wandel

Ob Industrie 4.0, E-Mobilität, Cloud-Computing oder künstliche Intelligenz – die massive Digitalisierung sorgt in allen Bereichen der Wirtschaft für Umwälzungen. Unternehmen, die gut positioniert sind und neue Geschäftsfelder entwickeln, dürften zu den Gewinnern gehören. Neben Alphabet, Amazon & Co. haben auch Unternehmen aus der zweiten Reihe gute Aussichten, das eingesetzte Kapital zu vermehren. Anleger können breit gestreut mit Themenzertifikaten, Technologiefonds oder ETFs profitieren.

NameKategorieWKN
iShares TecDAX UCITS ETFETF593397
Lyxor MSCI World Information TechnologyTop-Preis ETFLYX0GP
Lyxor NASDAQ-100 UCITS ETFTop-Preis ETF541523
UBS Robo Global Disruptive TechnologyIndexzertifikatUBS1RU
Vontobel Industrie 4.0IndexzertifikatVS8Y40
Auswahl: Fonds Technologie und Telekom, mindestens vier Morningstar-Sterne, sowie Themenfonds künstliche Intelligenz; ETFs Technologie und Telekom; Zertifikate Themenzertifikate. Indexzertifikate, Fonds und ETFs unterliegen Kursschwankungen; damit sind Kursverluste möglich. Bei Zertifikaten als Schuldverschreibungen besteht zudem ein Emittentenrisiko. Bei Zahlungsunfähigkeit des Emittenten können Verluste bis zum Totalverlust eintreten. Bei Wertpapieren, die in ausländischer Währung notieren, bestehen zudem Währungsrisiken. Die Beschreibung der Wertpapiere stellt keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung dar. Allein verbindliche Grundlage des Kaufes eines Fonds oder ETF-Indexfonds sind die derzeit gültigen Verkaufsunterlagen des Fonds („Wesentliche Anlegerinformationen“, Verkaufsprospekt sowie Jahres- und Halbjahresberichte, soweit veröffentlicht). Diese Unterlagen, die in deutscher und/oder englischer Sprache vorliegen, erhalten Sie auf der Wertpapier- Detailseite unter www.comdirect.de oder direkt beim Emittenten. Stand 17.01.2018; Quelle: comdirect.de
Chancen 2018: Gold
© Nils Thies/Deutsche Bundesbank

Gold verdrängt Anleihen

2018 wird der Aufwärtstrend nach Einschätzung von Anlageprofis wie Reuss intakt bleiben, „allerdings erwarten wir, dass die Schwankungen zunehmen werden“. Anlegern rät er, gute Unternehmen – vor allem aus dem Technologiesektor – auf einer Watchlist zu bündeln und Korrekturen für einen Einstieg zu nutzen.

Rendite und Depotstabilität in turbulenten Zeiten könnte 2018 Gold bringen. Vermögensverwalter Bert Flossbach empfiehlt, als Anleiheersatz bis zu 10 % des Edelmetalles beizumischen. Gold bringt zwar keine Zinsen, aber das können Anleger aktuell verschmerzen, weil sie auch mit Zinspapieren nahezu leer ausgehen. Bleiben die politischen Risiken in den USA und Nordkorea virulent, könnte der Preis des Edelmetalles nach oben ziehen. „Das Aufflammen von Unsicherheiten zieht die Anleger tendenziell in Gold- und Edelmetallanlagen“, weiß Eugen Weinberg, Leiter der Abteilung Rohstoffe bei der Commerzbank. Und auch seitens der Schmuckindustrie könnte der Goldpreis Unterstützung bekommen. Aufgrund der guten globalen Wirtschaftslage dürfte die Nachfrage nach Schmuck steigen. Weinberg erwartet deshalb tendenziell steigende Goldpreise.

Das könnte auch Platin 2018 ein Comeback bescheren. Das Edelmetall hatte 2017 den höchsten Preisabschlag zu Gold seit vielen Jahren. Grund war unter anderem die Diskussion um die Zukunft der Verbrennungsmotoren, bei denen Platin in Katalysatoren gebraucht wird. „So schnell werden Benziner und Diesel aber nicht vom Markt verschwinden“, ist Weinberg überzeugt. „Vor allem aber wird rund die Hälfte des geförderten Platins in der Schmuckindustrie benötigt.“

Die Preise von Gold und Platin dürften sich wieder annähern. Das heißt: Wenn der Goldpreis steigt, könnte Platin noch stärker zulegen.

Goldene Zeiten

Fast 9.000 Tonnen Gold horten deutsche Privatanleger – und damit mehr als die Deutsche Bundesbank. Sie haben vor allem Sicherheit im Blick. Aber im Jahr 2018 könnte Gold nach Einschätzung von Commerzbank- Spezialist Eugen Weinberg auch Rendite bringen. Er sieht den Preis zum Jahresende bei 1.400 US-Dollar pro Unze. Kurzfristig orientierte Anleger setzen eher auf ETFs und Zertifikate, für Langfristanleger eignen sich Münzen und Barren. Spekulativ sind Goldminenaktien und Minenfonds.

NameKategorieWKN
DB Physical GoldETCA1E0HR
Gold Bullion SecuritiesETCA0LP78
Bakersteel Global Funds Precious MetalsGoldminenfondsA1CXBS
Blackrock World Gold FundGoldminenfonds974119
DJE Gold & Ressourcen PA EURGoldminenfonds164323

Goldene Zeiten

Fast 9.000 Tonnen Gold horten deutsche Privatanleger – und damit mehr als die Deutsche Bundesbank. Sie haben vor allem Sicherheit im Blick. Aber im Jahr 2018 könnte Gold nach Einschätzung von Commerzbank- Spezialist Eugen Weinberg auch Rendite bringen. Er sieht den Preis zum Jahresende bei 1.400 US-Dollar pro Unze. Kurzfristig orientierte Anleger setzen eher auf ETFs und Zertifikate, für Langfristanleger eignen sich Münzen und Barren. Spekulativ sind Goldminenaktien und Minenfonds.

NameKategorieWKN
Agnico Eagle MinesAktie Kanada860325
Randgold ResourcesAktie Jersey725199
Franco-NevadaAktie KanadaA0M8PX
Newcrest MiningAktie Australien873365
Newmont MiningAktie USA853823
Auswahl Fonds: Goldminenaktien mit mindestens vier Morningstar-Sternen, alphabetisch geordnet; Auswahl ETCs: Gold-ETC an Xetra handelbar; Auswahl Aktien: Top-Five-Positionen des Blackrock World Gold Fund. Aktien, Fonds und ETCs unterliegen Kursschwankungen; damit sind Kursverluste möglich. Bei Wertpapieren, die in ausländischer Währung notieren, bestehen zudem Währungsrisiken. Bei ETCs können bei Zahlungsunfähigkeit des Emittenten Verluste bis zum Totalverlust eintreten (Emittentenrisiko). Die Beschreibung der Wertpapiere stellt keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung dar. Allein verbindliche Grundlage des Kaufes eines Fonds oder ETC sind die derzeit gültigen Verkaufsunterlagen des Fonds („Wesentliche Anlegerinformationen“, Verkaufsprospekt sowie Jahres- und Halbjahresberichte, soweit veröffentlicht). Diese Unterlagen, die in deutscher und/oder englischer Sprache vorliegen, erhalten Sie auf der Wertpapier-Detailseite unter www. comdirect.de oder direkt beim Emittenten. Stand 17.01.2018; Quelle: comdirect.de