Dividendenaktien: Gute Aussichten

Dividendenaktien
Gute Aussichten

Auch 2018 werden viele Unternehmen die Dividenden anheben – damit setzt sich der positive Trend weiter fort.

Unternehmen machen Gewinne und Aktionäre bekommen Dividenden – so einfach kann es an der Börse zugehen. Zunehmend mehr Vorstände haben das verstanden und beteiligen ihre Aktionäre direkt am Erfolg des Unternehmens. Im deutschen Leitindex DAX zahlen aktuell nur zwei von 30 Unternehmen keine Dividende. Bezogen auf die aktuellen Ausschüttungen liegt die Dividendenrendite im DAX bei 2,5 %. Doch bei einzelnen Titeln ist die Dividendenrendite deutlich höher: Aktuell bringen die Allianz (WKN 840400), die Münchener Rück (WKN 843002) und Daimler (WKN 710000) Dividendenrenditen zwischen 4,3 % und 5 %. Um als Dividenden-Investor davon zu profitieren, muss man auf das Timing achten: „In Deutschland konzentriert sich die Ausschüttungstätigkeit auf sieben Wochen im Frühling. Zwischen Mitte April und Ende Mai haben 2017 immerhin 174 Unternehmen rund 33 Milliarden Euro ausgeschüttet – mehr als 70 % des Jahresvolumens“, so Christian W. Röhl, Gründer der Research-Plattform Dividendenadel.de.

Gewinne und Ausschüttungen steigen

Steigerungen auf breiter Front sind im Frühjahr in Sicht: Die Gewinne der DAX-Unternehmen dürften im abgelaufenen Jahr um 9 % gewachsen sein – und genau die gleiche Dynamik erwartet die Commerzbank auch für 2018. Bei steigenden Gewinnen legen in der Regel auch die Ausschüttungen der Unternehmen zu: „Dividenden stellen insbesondere in der aktuellen Niedrigzinsphase eine wichtige Renditequelle für Investoren dar“, erklärt Ulf Becker, Fondsmanager und Co-Chief Investment Officer der Shareholder Value AG. „Wichtig ist aber, nicht nur auf die Höhe der Dividenden zu schauen, sondern auch auf Kontinuität, Wachstum und die Ausschüttungsquote zu achten.“ Dafür braucht das Unternehmen Substanz: „Wer in dem aktuellen Umfeld keine Dividende zahlt, für den wird es noch schwerer, wenn etwa die Zinsen steigen, die Energiepreise anziehen oder der Euro stärker wird“, warnt Marc Tüngler, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW).

Dividenden per ETF und Fonds

Anleger können gezielt dividendenstarke Einzelwerte, aber auch entsprechend ausgerichtete ETFs und Fonds wählen. Mit dem DivDax etwa setzen sie auf die 15 dividendenstärksten Titel aus dem DAX, z.B. per Indexzertifikat (WKN DB1D1V). Einen Fokus auf europäische Aktien hat der ComStage EURO STOXX Select Dividend 30 ETF (WKN ETF051). Darin sind die 30 dividendenstärksten europäischen Aktien enthalten. Zu den Top-Werten gehören die Allianz, aber auch Werte wie der finnische Versorger Fortum (WKN 916660) und der italienische Versicherungskonzern Generali (WKN 850312). Weitere ETFs gibt es auch auf komplexere Dividendenstrategien. Hierzu zählen die Dividenden-Aristokraten. Das sind Aktien, die eine kontrollierte Dividendenpolitik mit steigenden oder beständigen Dividenden für mindestens zehn aufeinanderfolgende Jahre bieten. In dem SPDR S&P Global Dividend Aristocrats UCITS ETF (WKN A1T8GD) sind aktuell 100 Werte zusammengefasst, und das Entgelt pro Jahr liegt bei 0,45%.

Bei festgelegten Strategien per ETF kam es in früheren Jahren allerdings häufiger zu einer Übergewichtung von traditionellen Branchen wie Banken oder Versorgern, die anschließend in Schwierigkeiten gerieten. Besser als die passiv gemanagten Fonds schnitten dann meist aktiv gemanagte Dividendenfonds ab. Zu den stabilsten und erfolgreichsten zählten zuletzt die europäisch orientierten Threadneedle Pan European Equity Dividend ACC (WKN A0JK73) und First Private Euro Dividenden Staufer (WKN 977961) sowie der global ausgerichtete DWS Top Dividende LD (WKN 984811), der mit inzwischen rund 20 Milliarden Euro Volumen der größte Aktienfonds Deutschlands ist.

Aktien, Fonds und ETFs unterliegen Kursschwankungen; damit sind Kursverluste möglich. Bei Wertpapieren, die nicht in Euro notieren, sind zudem Währungsverluste möglich. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die zukünftige Wertentwicklung. Allein verbindliche Grundlage des Kaufs eines Fonds sind die derzeit gültigen Verkaufsunterlagen des Fonds/ETFs („Wesentliche Anlegerinformationen“, Verkaufsprospekt sowie Jahres- und Halbjahresberichte, soweit veröffentlicht). Diese Unterlagen, die in englischer und/oder deutscher Sprache vorliegen, erhalten Sie auf der Wertpapier-Detailseite unter www.comdirect.de oder direkt beim Emittenten. Die Beschreibung der Wertpapiere stellt keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung dar. Stand: 17.01.2018. Quelle: comdirect.de.