Technischer Analyst bei der Commerzbank und in der Vereinigung Technischer Analysten Deutschland (VTAD) mitverantwortlich für die Ausbildung Technischer Analysten, analysiert für compass online regelmäßig die Charts von wichtigen Unternehmen.

Chartanalyse von C. Geyer
Amgen: Bran­chen­pri­mus mit Auf­wärts­drang

Christoph Geyer

ist Technischer Analyst bei der Commerzbank und in der Vereinigung Technischer Analysten Deutschland (VTAD) mitverantwortlich für die Ausbildung Technischer Analysten. Der Autor des Buches „Einfach richtig Geld verdienen mit Technischer Analyse“ analysiert für compass online regelmäßig die Charts von wichtigen Unternehmen und Währungen.

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Trotz verminderter Euphorie weiter nach oben?

Als Amgen (WKN 867900) 1980 seine Geschäfte in der Nähe von Los Angeles begann, war nicht absehbar, dass es das Biotechnologie-Unternehmen einmal mit rund 18.000 Mitarbeitern zum größten seiner Branche schaffen würde. Inzwischen unterhält Amgen Niederlassungen in der ganzen Welt, so unter anderem in Kanada, Australien, Japan und nicht zuletzt in Deutschland. Eine der Kernmarken der ersten Stunde ist das zur Behandlung von Blutarmut entwickelte Epogen, welches durch den Einsatz als Dopingmittel bei der Tour de France traurige Berühmtheit erlangt hatte. Ein weiterer Blockbuster aus den Anfängen der Gesellschaft ist Neupogen, das das Infektionsrisiko bei Chemotherapie-Behandlungen reduzieren soll.

So wie in den Jahren seit der Gründung das Wachstum bei Amgen verlaufen ist, konnte sich auch der Kurs der Aktie entwickeln. In den Jahren von 2008 bis 2011 ging die Aufwärtsdynamik allerdings etwas verloren. Der Kurs pendelte seitwärts mit leicht fallender Tendenz. Ab Mitte des Jahres 2011 begann dann aber eine dynamische Aufwärtsbewegung, die fast eine Verdreifachung nach sich zog. Seit Anfang 2015 hat sich nun wieder ein Seitwärtstrend etabliert. Aus diesem hat der Kurs im laufenden Jahr mehrfach versucht, nach oben auszubrechen. Auch wenn ein neuer Aufwärtstrend etabliert wurde, kann noch nicht final von einem gelungenen Ausbruch gesprochen werden. Der Stochastik-Indikator hat zwar ein Kaufsignal generiert und der MACD-Indikator steht kurz vor einem solchen, der Kurs hat aber noch Probleme, die neue Unterstützung zu halten.

Amgen: Branchenprimus mit Aufwärtsdrang (langfristiges Chart)

Referenzzeitraum: 13.12.2007 bis 13.12.2017; Quelle: comdirect

Das kurzfristige Bild bei Amgen stellt sich so dar, dass sich im Bereich von 168 US-Dollar eine Unterstützungszone gebildet hat, die im November erfolgreich getestet wurde. Die jüngste Anstiegsbewegung hätte folglich bis mindestens an die alte Aufwärtstrendlinie führen können. Anfang Dezember hatte der Stochastik-Indikator ein Verkaufssignal generiert. Dieses nahm der Markt an und sorgte, einhergehend mit einem Shooting-Star (Intraday-Trendwende), für fallende Notierungen. Inzwischen ist der MACD-Indikator am Abkippen und könnte demnächst ein Verkaufssignal generieren. In diesem Fall würde die Unterstützungslinie erneut getestet werden. Insgesamt sieht das übergeordnete Bild bei Amgen aber weiter konstruktiv aus.

Amgen: Branchenprimus mit Aufwärtsdrang (kurzfristiges Chart)

Referenzzeitraum: 13.12.2016 bis 13.12.2017; Quelle: comdirect

Aktien und Edelmetalle unterliegen Kursschwankungen, damit sind Kursverluste möglich. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die zukünftige Wertentwicklung. Die Beschreibung stellt keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung dar. Es handelt sich um die Angabe der Bruttowertentwicklung (siehe „Typisierende Modellrechnung“ im Impressum). Die Darstellung gibt nicht die Meinung von comdirect wieder. Sie dient ausschließlich der Information und stellt keine Anlageempfehlung dar. Stand: 14.12.2017; Quelle: comdirect.de