Vor 20 ­Jahren ­begann der ­Werbefeldzug zum Börsengang der Deutschen ­Telekom.

Rückblende - Vor 20 Jahren ...
Telekom: Rosa Riese

Mit großem Aufwand startete die Deutsche Telekom 1996 an der Börse. Nach dem Platzen der Dotcom-Blase im Jahr 2000 brach der Kurs massiv ein

Vor 20 ­Jahren ­begann der ­Werbefeldzug zum Börsengang der Deutschen ­Telekom.

Im Herbst 1996 war Manfred Krug auf allen Werbekanälen. „Die ­Telekom geht an die ­Börse – und ich geh mit“, verkündete der prominente „Tatort“-Kommissar seinen Zuschauern. Viele ließen sich locken und kauften erstmals eine Aktie. Zunächst lief alles bestens. 28,50 Mark (heute 14,57 Euro) pro Aktie waren gut angelegt, denn mit dem Telekom-Börsengang begann der Hype um die TMT-Branchen (Telekom, Medien, Technologie). Beim zweiten Börsengang im Juni 1999 wurden schon 39,50 Euro pro ­T-Aktie ­aufgerufen, ein Jahr später 66,50 Euro. Telekom-Chef Ron Sommer wurde zum Popstar der deutschen Wirtschaft.

Im Jahr 2000 aber platzte die Blase, die T-Aktie ging auf Tauchkurs. Vom Allzeithoch bei 104 Euro im März 2000 stürzte der Kurs bis zum Rücktritt von Ron Sommer im Juli 2002 auf rund 10 Euro ab – ein Minus von mehr als 90 %. Heute liegt die Aktie knapp über dem Erstausgabekurs von 1996. Die damaligen Käufer kassierten zwar zusätzlich insgesamt rund 11 Euro Dividende, aber 20 Jahre nach dem Börsengang wirkt die Last der Vergangenheit nach. Das Papier des rosa Riesen war für viele Privatanleger die erste Aktie – und gleichzeitig auch die letzte.