Was heißt es, wenn die Preise steigen oder fallen?

Einfach erklärt
Inflation oder Deflation?

Was genau bedeuten Inflation und Deflation – und welche Folgen hat das für die Bürger? Im Video erklärt comdirect die Hintergründe der Preisentwicklung. 

Mit einer Schubkarre voller Geld zum Bäcker sprinten, um einen Laib Brot zu kaufen? Das ist für uns heute unvorstellbar. Im November 1923 aber war das Realität. Frauen warteten an den Werkstoren der Fabriken, um die Lohntüten ihrer Männer in Empfang zu nehmen und das Geld schnellstmöglich gegen Ware zu tauschen. Denn die Preise für Waren kletterten im Minutentakt. Am Ende mussten sie eine Billion Reichsmark auf den Tresen legen – für einen Laib Brot.

Die Hyperinflation hat Vermögen vernichtet, die Reichsmark hat nicht überlebt. Kein Wunder also, dass sich die Angst vor Inflation ins kollektive Gedächtnis der Deutschen eingegraben hat – die Stabilität des Geldwerts hat für die Bundesbank und auch für viele Bürger Priorität.

Anders in den USA. Dort hat die große Depression das Bewusstsein geprägt. Dem „schwarzen Donnerstag“ an der Wall Street am 24. Oktober 1929 folgten Jahre der Deflation. Firmenzusammenbrüche, Bankenschließungen und ein sprunghafter Anstieg der Arbeitslosigkeit waren die Folgen – auch in Deutschland, das auf Kapital aus den USA angewiesen war. Die Politik der Sparsamkeit – die sogenannte „Austeritätspolitik“ – gilt als eine der Hauptursachen der Deflation in den USA und damit der Weltwirtschaftskrise.

2008, als die amerikanische Investmentbank Lehman Brothers in die Pleite schlitterte und das internationale Finanzsystem an den Rand eines Kollapses brachte, flammte die Angst wieder auf – vor Inflation hierzulande, vor Deflation in den USA. Was aber genau bedeuten Inflation und Deflation? Und welche Folgen hat das für die Bürger? Das erfahren Sie im Video.