Vor 15 Jahren wurde die D-Mark vom Euro abgelöst

Das war vor 15 Jahren ...
Abschied auf Raten

Vor 15 Jahren wurde die D-Mark vom Euro abgelöst.

„Kommt die D-Mark nicht nach hier, gehen wir zu ihr.“ So riefen viele DDR-Bürger nach dem Mauerfall, als ihnen die Wiedervereinigung nicht schnell genug ging. Die D-Mark kam dann zügig, aber gut zehn Jahre später war sie bereits wieder weg, denn 1992 beschlossen die europäischen Staatschefs in Maastricht die Einführung einer gemeinsamen Währung, die den Namen Euro erhalten sollte.

Gerne gaben die Deutschen ihre Währung nicht auf. Viele ahnten, dass die neue, gemeinsame Währung eine Herausforderung werden würde. Einige Professoren und Politiker versuchten sogar, die Einführung des Euros vor dem Bundesverfassungsgericht zu verhindern. Sie glaubten nicht, dass die strengen Kriterien für den Beitritt zur Währungsunion (unter anderen maximale Neuverschuldung von 3 % des BIP) lange gelten würden. Die Geschichte hat ihnen recht gegeben.

Dennoch war der Protest umsonst. Der Einstieg in den D-Mark-Ausstieg begann schon weit vor 2002. Der Umrechnungskurs wurde auf 1,95583 D-Mark pro Euro festgelegt und der Euro 1999 als Buchgeld eingeführt. Viele Bürger bekamen das erst richtig im Laufe des Jahres 2001 mit; vor allem im Spätherbst, als die Banken die ersten Starterkits mit Euro-Münzen herausgaben.

Ab dem Jahreswechsel 2001/2002 spuckten die Geldautomaten dann nur noch Euro-Scheine aus. Zwei Monate lang existierten die beiden Währungen nebeneinander, bis die Einlösepflicht der Händler für die D-Mark endete. Ganz vorbei aber war es mit ihr nicht. Oft gab es Sonderaktionen, bei denen man mit alten D-Mark bezahlen konnte. Und selbst heute kann die gute, alte Mark noch jederzeit gegen Euro getauscht werden – in allen Filialen der Deutschen Bundesbank.