compass talk
Vermögens­aufbau mit Aktien

0 % Zinsen und fast 2 % Inflation: Bei diesen aktuellen Verhältnissen verlieren Geldanleger beim klassischen Zinssparen mit Sparbuch & Co. jeden Tag einen Teil ihres Vermögens. Mit Aktien sind dagegen auch heute Renditen deutlich über der Inflationsrate möglich. Dennoch legen mehr als 90 % der Deutschen ihr Geld nach wie vor nicht an der Börse an.

Warum ist das so? Und wie kann der Einstieg mit Aktien zum Vermögensaufbau am besten gelingen? Philipp Vorndran (l.), Anlageexperte bei der Vermögensverwaltung Flossbach von Storch in Köln, war am 9. Juni 2017 dazu Gast im compass talk mit Thomas Licher (r.). Sein Credo lautet:

Wer ein Drittel seines disponiblen Vermögens für Sparzwecke in Aktien anlegt, kann zumindest auf eine Verzinsung in Höhe der Inflationsrate von 2 % hoffen. Diese These belegt Philipp Vorndran damit, dass Unternehmen an den Börsen im langjährigen Schnitt ihren Aktionären ein Wachstum von etwa 6 % jährlich bescheren. „Das bedeutet: Auch wenn Ihr übriges Sparvermögen 0 % Rendite bringt, haben Sie mit einem Aktienanteil von einem Drittel per saldo 2 % Rendite auf alles“, so der Anlagestratege.

Zum Einstieg rät er Anlegern, dabei dem Know-how von Fondsmanagern zu vertrauen. Denn sie stellen einen Investmentfonds aus zum Teil Hunderten oder gar Tausenden verschiedenen Aktien zusammen, an dem der Anleger sich über Fondsanteile dann beteiligen kann. Philipp Vorndran: „Wer mit der Geldanlage in Aktien beginnt, sollte zunächst keine einzelnen Aktien kaufen. Denn die richtige Aktienauswahl zu treffen, überfordert meist ebenso, wie die richtige Mischung verschiedener Aktien im Depot zur Risikoverteilung zu schaffen.“ Sein grundlegender Rat bei der Geldanlage in Aktien lautet: Nicht zu viele Risiken auf einzelne Länder oder einzelne Branchen legen! Wer etwa nur BMW und Daimler im Depot liegen habe, konzentriere sein Risiko zu stark.