Jede dritte Frau hat keine private Altersvorsorge

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Frauen riskieren Altersarmut

Sie kümmern sich zu wenig um ihre Altersvorsorge. Und wenn sie für das Alter sparen, nehmen sie ungern Risiken in Kauf. Warum Frauen in Gelddingen umdenken sollten.

Frauen haben in Gelddingen das Nach­sehen. Sie verdienen im Schnitt weniger und arbeiten häufig halbtags oder pausieren gar, wenn sie Kinder bekommen. Und insgesamt hat etwa ein Drittel der Frauen in Deutschland keine private Altersvorsorge, so das Ergebnis von Studien. Die Folge: Das Risiko der Altersarmut ist für Frauen deutlich größer als für Männer. Zu diesem Ergebnis kommt auch das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW). Vor allem verheiratete Frauen verlassen sich allzu häufig auf den Partner. Angesichts hoher Scheidungs­raten sei das nicht zu empfehlen. „Frauen in Partnerschaften sollten frühzeitig mehr Wert auf eine individuelle Altersvorsorge legen“, so DIW-Ökonom Markus Grabka.

Vorsorgen – aber wie? Im aktuellen Zinstief tun sich Frauen schwerer als Männer. Der Grund: Sie sind im Schnitt weniger risikofreudig und ziehen Zinsanlagen dem Aktienmarkt vor. Das zeigt sich auch unter den comdirect Kunden: Nur 34 % der weiblichen Kunden haben ein Depot – gegenüber 56 % bei den Männern. Im Gesamtschnitt der Bevölkerung ist die Kluft sogar noch größer. Laut Untersuchungen, die das Forschungsinstitut Infratest im Auftrag des Deutschen Aktieninstitutes gemacht hat, liegt der Anteil der Aktionäre bei Frauen und Männern in Deutschland bei 4,5 beziehungsweise 9,7 %. Ohne Aktienmarktrenditen aber – da sind sich Ökonomen einig – lässt sich im aktuellen Zinstief kein Vermögen aufbauen.

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