Hightech
Boom und gute Aussichten

Die fünf größten Unternehmen der Welt kommen bereits aus dem Hightech-Sektor. Innovationsschübe können die Vorherrschaft stützen.

Im Februar des Jahres 2014 übernahm Facebook WhatsApp. Der Kaufpreis von 19 Milliarden Dollar schien absurd übertrieben. Doch weit gefehlt. Facebook gab der Zukauf neuen Schub und neue junge Kunden. Und die gesamte Technologiebranche stellte sich in den vergangenen Jahren an die Spitze des Aufschwungs an den Börsen. „Trotz der stark gestiegenen Kurse liegen die Bewertungen der Unternehmen weder über den langjährigen Durchschnittsniveaus noch über denen des Gesamtmarktes“, erklärt Hyun Ho Sohn, Manager des Fidelity Global Technology Fund A (WKN 921800). „Die Fundamentaldaten der Unternehmen sind gut: Sie generieren ansehnliche Cashflows und profitieren von ihrer Innovationsfähigkeit.“

Big Five dominieren

Technologiewerte sind en vogue. Vor allem die Tech-Aktien der NASDAQ sind dem Markt enteilt. Auch kurzfristige scharfe NASDAQ-Einbrüche wie zuletzt nach dem zweiten Juniwochenende wurden bisher schnell kompensiert. Die fünf wertvollsten US-Unternehmen sind gleichzeitig auch die fünf wertvollsten der Welt – und es sind allesamt Technologieaktien.

  • Apple: Unangefochten auf Platz eins der nach der Marktkapitalisierung wertvollsten Unternehmen der Welt rangiert seit Jahren Apple (WKN 865985). Auch im ersten Quartal 2017 stiegen Umsatz und Gewinn im Vergleich zum Vorjahr um rund 5 %. „Nur“ elf Milliarden Dollar Gewinn enttäuschten zwar einige Analysten. Im Herbst jedoch erscheint das iPhone 8. Wird das Jubiläums-iPhone im Weihnachtsgeschäft ein Knaller, könnte Apple als erstes Unternehmen die Eine-Billion-US-Dollar-Grenze beim Unternehmenswert überschreiten.
  • Alphabet: Kurzzeitig verdrängte Alphabet (WKN A14Y6F) Apple von Rang eins. Wichtigstes Asset des Internetgiganten ist nach wie vor Google. Die Suchmaschine verteidigt seit Jahren einen Weltmarktanteil von mehr als 70 %. Aber Alphabet ist weit mehr – die Holding ist an einer Vielzahl von Start-ups und Technologiefirmen beteiligt, sodass sie von vielen Unternehmen aus Traditionsbranchen als Konkurrent Nummer eins gesehen wird. Immer noch hat Alphabet mit 28 ein hohes Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV), aber aufgrund der starken Gewinnentwicklung notiert es deutlich niedriger als vor einigen Jahren.
  • Microsoft: Bill Gates’ Gründung Microsoft (WKN 870747) schien vor einigen Jahren den Zenit schon überschritten zu haben. Weit gefehlt – zuletzt profitierte das Unternehmen vom zunehmenden Cloud-Geschäft und dem anhaltenden Run auf die Basisprodukte Windows und Office. Anders als die Newcomer ist Microsoft mit einem KGV von 22 und einer regelmäßigen Dividendenrendite um die 2 % inzwischen selbst für Value-Investoren interessant.
  • Amazon: Deutlich weniger Gewinn als Apple oder Microsoft erzielt Amazon (WKN 906866). Oft genug sogar schreibt der Online-Versandhändler rote Zahlen. Denn dem charismatischen Amazon-Gründer Jeff Bezos sind Umsatz und Marktmacht wichtiger als Gewinn. Nach dem Bücher- und Musikmarkt, Haushalts- und Hightech-Geräten strebt er jetzt auch die Vorherrschaft bei Lebensmitteln an.
  • Facebook: Das größte soziale Netzwerk, Facebook (WKN A1JWVX), ist inzwischen weit mehr als die Kernmarke. Aus Zuckerbergs Idee ist ein globales Imperium mit der Lizenz zum Gelddrucken geworden. Mit Instagram und WhatsApp punktet Marc Zuckerberg vor allem bei den jungen Kunden. Der von Skepsis begleitete Sprung ins mobile Zeitalter ist gelungen, nahezu 90 % der Werbeumsätze werden heute online erzielt. In den ersten drei Monaten 2017 konnte Facebook den Umsatz um knapp 50 % auf gut acht Milliarden Dollar steigern, der Gewinn legte gar im Vergleich zum Vorjahr um 77 % zu.

Positiver Ausblick

Auch im traditionellen Industriestandort Deutschland sind Tech-Aktien mehr und mehr präsent. SAP (WKN 716460) heißt seit geraumer Zeit der DAX-Wert mit der höchsten Marktkapitalisierung. Aber nicht nur die Unternehmenssoftware aus Walldorf prosperiert. Auch der TecDAX hat sich in den vergangenen fünf Jahren bestens entwickelt. Der Index der 30 größten technologischen Werte konnte vor allem nach dem Ausscheiden der abgestürzten Solar- und Windenergiewerte mit dem DAX und MDAX mehr als mithalten.

USA und Deutschland: Der Ausblick für die Tech-Branche bleibt gut. „Wir stehen vor riesigen Innovationsschüben“, sagt Peter E. Huber, Vorstand der Fondsgesellschaft Starcapital, „ob in der Medizintechnik oder in der Maschinenkommunikation, in der Robotik oder E-Mobilität.“ Auch Fondsmanager Sohn sieht gewaltige Zukunftschancen: „Die Märkte und Etats von Technologiefirmen wachsen rasant, denn die Digitalisierung schreitet unaufhaltsam voran, und immer mehr Branchen setzen auf intelligente Technologielösungen.“

Wer als Anleger profitieren will, kann auf die erfolgreichsten Einzelwerte setzen. Investitionen in Top-Preis ETF etwa auf den Nasdaq 100 (WKB 541523) oder den TecDAX (ETF908) streuen das Risiko und kosten im Sparplan kein Orderentgelt. Besonders breit gefächert können Anleger mit Technologiefonds auf den Sektor setzen. Neben dem Fidelity GlobaI Technology (WKN 921800) ist auch der Threadneedle (Lux) Global Technology (WKN A1CU1W) mit fünf Sternen im Morningstar-Rating bewertet. Er ist bei comdirect als Top-Preis Fonds ohne Ausgabeaufschlag erhältlich.

 

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