Continental
Positiver Ausblick

Der Automobilzulieferer steigert Überschuss und erhöht die Dividende. Im laufenden Jahr soll der Umsatz stark zulegen.

Continental gehört unter Automobilzulieferern und Reifenherstellern zu den Weltmarktführern. 2016 stiegen Umsatz und Überschuss, im laufenden Jahr soll vor allem der Umsatz überproportional zulegen. Die Aktie ist im Vergleich zu den Vorjahren niedriger bewertet, die Dividende steigt zum fünften Mal in Folge deutlich an. Allerdings sank zuletzt die operative Marge. Erhebliche Investitionen in verschiedene Technologien stehen an. Die Analysten sind zurzeit wenig euphorisch.

Continental (WKN 543900)

Breit aufgestellt: Continental gehört schon seit Jahrzehnten zu den Weltmarktführern bei Fahrzeugreifen. Inzwischen liefert das Unternehmen aus Hannover auch Komponenten und Module für Brems- und Luftfederungssysteme, Fahrdynamikregelungen und Passagiersicherheit. Für die Zukunft setzt Conti vor allem auf Mobilitätsdienstleistungen.

Überdurchschnittlich gute Zahlen: Continental steigerte im Geschäftsjahr 2016 den Konzernumsatz um 3,4 % auf 40,5 Milliarden Euro. Der Überschuss legte um 2,8 % auf 2,8 Milliarden Euro zu. Damit wuchs Continental stärker als der Automobil- und Zulieferermarkt.

Optimistische Prognosen: 2017 will Continental deutlich stärker wachsen als die Konkurrenz. Bei einer prognostizierten Zunahme der weltweiten Fahrzeugproduktion um 1 % auf knapp 94 Millionen Automobile rechnet Continental mit einem 6-prozentigen Umsatzplus.

Attraktive Bewertung: Continental ist mit einem erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnis von rund zwölf für das Jahr 2017 niedriger bewertet als in der Vergangenheit. Die Dividende soll zum fünften Mal in Folge steigen – um 13 % auf 4,25 Euro je Aktie. Die Dividendenrendite liegt damit deutlich über der Marke von 2 %.

Continental (WKN 543900)

Gesunkene Marge: Der operative Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) blieb im Geschäftsjahr 2016 mit 4,1 Milliarden Euro knapp unter Vorjahresniveau. Dafür verantwortlich waren u. a. Ausgaben für Gewährleistungsansprüche und Kartellverfahren. Die EBIT-Marge lag nur noch bei 10,1 % nach 10,5 % im Jahr 2015.

Kostspielige Investitionen: Elektromobilität, Brennstoffzelle und klassische Motoren erfordern bei Conti hohe Investitionen. 2,6 Milliarden Euro für Sachanlagen und Software machten 2016 eine Investitionsquote von 6,4 % aus (2015: 5,6 %). Der Aufwand für Forschung und Entwicklung erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr sogar um fast 15 % auf mehr als 2,8 Milliarden Euro.

Probleme beim Downsizing: Kleine Motoren mit wenig Hubraum verursachen bei Vollbelastung höhere Emissionen als auf dem Prüfstand. Deshalb wird der Trend zum „Downsizing“ nach Einschätzung zahlreicher Experten auslaufen. Dies könnte das Geschäft mit Turboladern und Einspritztechnik bei Continental künftig beeinträchtigen.

Analysten sind zurückhaltend: Unter 27 Analystenempfehlungen für Continental lauten aktuell nur 13 auf „Kaufen“. Zwölf empfehlen „Halten“. Zwar gibt es nur zwei Verkaufsempfehlungen. Aber der comdirect Analystenscore liegt bei eher mageren 41 %.

Aktien unterliegen Kursschwankungen, damit sind Kursverluste möglich. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die zukünftige Wertentwicklung. Die Beschreibung der Wertpapiere stellt keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung dar. Der comdirect Analystenscore berechnet sich aus der Gesamtzahl der Analysten, die diese Aktie bewerten. Die negativen Einschätzungen (Verkaufen) werden von den positiven (Kaufen) subtrahiert und das Ergebnis durch die Gesamtzahl aller Einschätzungen (Kaufen, Halten, Verkaufen) dividiert. Diese Zahl wird mit 100 multipliziert, um den Prozentwert darzustellen. Die Darstellung gibt nicht die Meinung der comdirect wieder. Sie dient ausschließlich der Information und stellt keine Anlageempfehlung dar. Stand: 22.03.2017 Quelle: comdirect.de