Year-To-Date

Die Börse ist keine Einbahnstraße – mal steigen die Kurse, mal fallen sie. Diese Wertveränderungen werden immer wieder in sogenannten „Performance-Ranglisten“ veröffentlicht. Die Statistiker nutzen dabei in der Regel fixe Zeitabschnitte, so werden beispielsweise die Wertveränderungen in der vergangenen Woche, dem vergangenen Monat oder dem vergangenen Jahr ausgewiesen. Oftmals wird zudem die Historie eines Jahres erwähnt. So galt beispielsweise das Jahr 2013 als ein ausgezeichnetes Jahr, da der DAX vom Neujahrstag bis Silvester 2013 rund ein Viertel an Wert zulegen konnte. Das Jahr 2014 war hingegen mit einem Zugewinn von 2,6 % lediglich leicht positiv, während 2015 wiederum ein Plus von knapp 10 % zu Buche stand.

Gerne mit drei Buchstaben

Year-To-Date, gerne auch mit den drei Buchstaben YTD abgekürzt, sagt nun aus, wie es im aktuellen Börsenjahr aussieht. Gemessen wird also immer vom Schlussstand des Vorjahres bis zum aktuell gültigen Stand. Sollte also der DAX seit dem Jahreswechsel beispielsweise 10 % zugelegt haben, läge die Year-To-Date-Performance bei plus 10 %. Die Besonderheit an der Year-To-Date-Betrachtung ist, dass es nicht um eine Messung der Wertentwicklung in einem genau definierten Zeitraum geht, sondern die Performance in einem flexiblen Zeitfenster gemessen wird. Der Zeitraum kann dabei lediglich den ersten Handelstag eines Jahres umfassen, aber auch – zum Beispiel Ende Dezember – nahezu der Performance des gesamten Jahres entsprechen. Verwandte Begriffe sind „Month-To-Date“ (MTD) oder Quarter-To-Date (QTD), welche die Entwicklung im laufenden Monat bzw. Quartal angibt.