Floater

Floating Rate Notes, kurz Floater, gehören zur Gattung der festverzinslichen Wertpapiere. Fixe Zinssätze wie bei den meisten Staatsanleihen können Anleger jedoch nicht erwarten. Stattdessen wird der Zinssatz im Drei- oder Sechs-Monats-Turnus an den Geldmarktzins angepasst. Er orientiert sich dabei an einem Referenzzinssatz wie dem Euribor und einem zusätzlichen Bonitätsauf oder -abschlag. Die Euribor-Zinssätze sind die Zinssätze, zu denen sich europäische Banken untereinander für bestimmte Zeiträume Geld leihen.

Floater sind vor allem in Niedrigzinszeiten gefragt, wie sie aktuell am Markt zu beobachten sind. Für neue zehnjährige deutsche Bundesanleihen gibt es gerade einmal Kupons von wenigen Zehntelprozent. Bei kürzer laufenden Bundesanleihen mussten Anleger zuletzt dem deutschen Staat sogar Geld zahlen, um ihr Geld parken zu dürfen. Wenn die Zinsen am Markt wieder steigen, werden vor allem die Kurse der langfristigen Anleihen sinken. Anleger müssten dann gegebenenfalls mit Verlust verkaufen.

Mit einem Floater halten Anleger das Risiko einer Zinsänderung klein. Der Grund: Da alle drei bis sechs Monate der Zinssatz angepasst wird, notiert die Anleihe im Normalfall nach dieser Zins-anpassung wieder bei 100 %. Das gilt allerdings nur, wenn die Bonität des Emittenten ebenso gut eingeschätzt wird wie bei der Ausgabe des Floaters. Wenn zwischendurch die Zweifel an der Zahlungsfähigkeit des Emittenten größer werden, kann auch der Kurs des Floaters deutlich unter die 100-%-Marke sinken. Bei Eintritt der Zahlungsunfähigkeit kann der Floater sogar wertlos werden.