Exchange Traded Commodities

Zuletzt waren die Edelmetall- und Rohstoffpreise stabil bis rückläufig. Seit der Jahrtausendwende aber haben die meisten deutlich zugelegt. Der Goldpreis etwa notiert heute rund viermal so hoch wie vor 15 Jahren. Damals konnten Privatanleger nur mit Münzen oder Barren beziehungsweise indirekt über den Kauf von Minenaktien von steigenden Preisen profitieren. Seit einigen Jahren haben sie jedoch eine Alternative: Exchange Traded Commodities, kurz ETCs.

ETCs sind börsengehandelte Wertpapiere, deren Preis sich an der Preisentwicklung von bestimmten Rohstoffen oder Edelmetallen orientiert. Eine physische Lieferung der Produkte erfolgt nicht, der Anleger muss keine Terminkontrakte erwerben. Für Spezialisten existieren zudem ETCs, die mit Hebel arbeiten oder die auf sinkende Preise setzen. Privatanleger investieren jedoch meist in ETCs, um von steigenden Preisen zu profitieren. Bei comdirect ist das kostengünstig in der Einmalanlage, aber auch via Sparplan möglich.

Rechtlich kein Sondervermögen

Diese Sparpläne finden Anleger jedoch nicht unter den namensähnlichen ETF-Indexfonds, sondern bei den Zertifika­ten. Grund: ETCs sind rechtlich – im Gegensatz zu ETFs – kein Sondervermögen. Wie bei Zertifikaten müssen daher Anleger im Fall einer Insolvenz des Emittenten mit Einbußen bis zum Totalverlust rechnen. Um dieses Risiko zu reduzieren, bieten die Emittenten oft Zusatzsicherheiten. Das können hinterlegte Gold- oder andere Edelmetallbestände, aber auch Anleihen sein. Über die Absicherung der ETCs sollten sich Anleger vor dem Kauf informieren.

Währungsentwicklungen schlagen sich nieder

Wichtig für die Performance-Entwicklung von ETCs sind oft auch Währungsentwicklungen. Weil nahezu alle Rohstoff- und Edelmetallpreise in US-Dollar notieren, schlagen sich neben der Preisentwicklung des Basiswertes auch Veränderungen des Euro-US-Dollar-Kurses in den ETC-Kursen nieder. Wer dieses Risiko ausschalten möchte, kann in ETCs investieren, die den Zusatz „Euro-hedged“ tragen.