Alpha

Alpha ist nicht nur der erste Buchstabe des griechischen Alphabetes oder ein Winkel im Dreieck. Der Buchstabe markiert auch eine wichtige Kennzahl in der Börsensprache. Mit dem Alpha wird die Abweichung der Wertentwicklung eines Fonds gegenüber seinem Vergleichsmaßstab gemessen, der sogenannten Benchmark. Erfolgreiche Fondsmanager erzielen ein positives Alpha, weniger erfolgreiche ein ­negatives.

Ein Beispiel: Der Euro STOXX 50 steigt in einem Jahr um 10 %. Das ist die allgemeine Marktrendite (auch Beta genannt). Ein Manager erwirtschaftet mit seinem Fonds, der sich auf europäische Standardwerte konzentriert, im selben Zeitraum ein Plus von 13 %. Er hat also durch geschickte Auswahl und Timing seinen Referenzindex um 3 Prozentpunkte übertroffen beziehungsweise ein Alpha von 3 % erzielt.

Dass ein Fondsmanager in einem Jahr ein positives Alpha erzielt, ist gar nicht so selten. Deutlich schwieriger ist das über lange Zeiträume. Nur wenige Manager erzielen dauerhaft Alpha und spielen durch ihr Anlage­geschick die Zusatzkosten ein, die durch aktives Management entstehen.