Fehler 3: Fehlendes Know-how Je komplexer Produkte und Strategien, desto mehr Know-how ist erforderlich

Fehler 3
Fehlendes Know-how

Je komplexer Produkte und Strategien, desto mehr Know-how ist erforderlich. Doch es geht auch einfach.

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„Chancen verpassen Anleger häufig, weil ihnen Basiswissen fehlt.“
- Henrik Marcks, Abteilungsleiter Service bei comdirect

„Chancen verpassen Anleger häufig, weil ihnen Basiswissen fehlt. Das betrifft Produkte und Handelsmoda­litäten gleichermaßen.

Bei den Handelsmodalitäten fällt auf, dass nicht immer die günstigste Plattform gewählt wird. Unser Eindruck: Vor- und Nachteile des LiveTradings (außerbörslicher Handel) beziehungsweise des Handels über die Börse sind häufig gar nicht bekannt. Auch nutzen viele Anleger die angebotenen Ordertypen nicht, mit denen sie ihre Anlagestrategie einfacher umsetzen könnten. Oder aber sie nutzen sie nicht optimal. So werden Stop-Loss-Kurse beispiels­weise häufig an runden Marken ­gesetzt, sodass die Verkaufsorders mit hoher Wahrscheinlichkeit nach unten durchrutschen. Das wissen ­viele Anleger nicht.

Bei komplexeren Produkten wie Zertifikaten kommt es vor, dass Anleger die Auszahlungsbedingungen gar nicht kennen und sich dann wundern, dass die erwartete Rendite ausbleibt. Beispiel Barrierebruch oder Knock-out bei Zertifikaten: Gilt nur der Kurs am Laufzeitende oder während der gesamten Laufzeit? Wird der Intraday-Kurs oder der Schlusskurs herangezogen? Auch die Auswirkungen der Uhrzeit auf die Kursstellung oder etwa den Einfluss der Währung auf die Gesamtrendite kennt mancher Anleger nicht.“

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„Ganz grundsätzlich gilt: Kaufe nur das, was du auch verstehst.“
- Christine Bortenlänger, Geschäftsführender Vorstand des Deutschen Aktieninstitutes

„Ein gewisses Know-how ist sicher­lich erforderlich, um als Selbstentscheider an der Börse zu guten Ergebnissen zu kommen. Das gilt insbesondere für diejenigen, die auf komplexe Produkte setzen oder gar auf schnelle Marktentwicklungen spekulieren. Wer nicht bereit ist, sich intensiv mit Unternehmen, Produkten, Währungen oder Handelsmodalitäten zu beschäftigen, sollte seine Strategie überdenken.

Ganz grundsätzlich gilt: Kaufe nur das, was du auch verstehst. Doch das heißt nicht, dass man Profi­wissen benötigt, um an der Börse langfristig Rendite aufzubauen. Wie unsere aktuelle Studie zeigt, glauben genau das aber drei von vier Deutschen. Die Folge: Sie bleiben dem Aktienmarkt fern. Nach unserer Einschätzung ist das im Zinstief der wohl folgenschwerste ‚Wissens­fehler‘, weil ohne Aktien weder der Vermögensaufbau noch eine angemessene Altersvorsorge möglich ist.

Mit Aktienfonds gibt es Finanzprodukte, die die grundlegenden Prinzipien der Aktienanlage – breite Streuung und langfristiger Anlage­horizont – quasi automatisch umsetzen. Aktienfonds können auch per Sparplan kontinuierlich angespart werden. Das reduziert deutlich das ­Risiko, den falschen Einstiegszeitpunkt zu ­erwischen.“